Ein Dach und vier Wände

Unsere Briefträgerin hat in den letzten Monaten sicher ordentlich Muckis zugelegt - denkt man an die unzähligen Hausbaukataloge, die bei uns im Postkasten gelandet sind. Der Stapel reichte zwischenzeitlich gut einen Meter in die Höhe. Und doch: UNSER Grundriss war irgendwie nicht dabei. Beim einigen gefiel uns die Hausform und anderen wiederum die Aufteilung und der Schnitt der Räume. Schließlich fischten wir uns aus all den Hochglanzprospekten die guten Ideen heraus, kombinierten Sie mit unseren Vorstellungen und - sim-sala-bim, da war unser Traumhäuschen zusammengepuzzelt. Na gut, ich gebe es zu: Bis es soweit war, dauerte es einige Wochen (wenn nicht Monate) und zwei Blöcke Millimeterpapier...

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Abschied vom Keller

Schweren Herzens haben wir uns davon verabschiedet, einen Keller zu bauen. Am Anfang war er für uns ein absolutes MUSS. Aber bei einem Frühjahrs-Grundwasserstand von 90 cm wägt man schnell Aufwand und Nutzen gegeneinander ab. Neben den Kosten für den Keller hätte dann nämlich eine Grundwasserabsenkung von ca. 10.000 EUR zu Buche geschlagen. Da setzten wir lieber schnell den Rotstift an...


Die Qual der Wahl

Nun kam die nächste Schicksalsfrage: Nachdem wir eine ziemlich genaue Vorstellung hatten, wie unser Haus aussehen soll, mussten wir nun entscheiden, mit wem wir es Realität werden lassen.

Unser "Casting" war hart und langwierig. In der ersten Runden erkundigten wir uns im Internet über die Anbieter, insbesondere in Bauherrenforen und auf anderen Hausbau-Websites. Anschließend führten wir jede Menge Gespräche zur Angebotserstellung, vorrangig mit regional ansässigen Firmen.

Wir möchten vorabschicken, dass unsere Gesprächspartner - bis auf wenige Ausnahmen - sympathische Zeitgenossen mit mehr oder weniger ausgeprägtem Verkaufsgeschick waren. Den Preis nur fürs Haus haben sie allesamt ähnlich kalkuliert, allerdings gab es horrende Unterschiede bei den Zusatzposten wie Schornstein, Wärmepumpe/Bohrungen, Fensterspossen, Wäscheabwurf usw...

Beim Anschauen der Zahlungspläne musste ich manchmal schmunzeln. Einige wollten schon bei Vertragsunterzeichnung fünf Prozent der Bausumme sehen. Selbst schuld, wer sich auf so etwas einlässt.

Doch zurück zu unseren Hausbau-Kandidaten. Hier ist die - wenn auch nicht ganz vollständige - Liste unserer Gesprächspartner:

  • Ein Architekt aus Falkensee: Sehr freundlich, sehr kompetent, sehr teuer.
  • Arcado: Unkomplizierter, netter Typ, der einen kaum zu Wort kommen lässt. Sein Angebot war ok. Allerdings reagierte er nicht auf unsere Mails, was dazu führte, dass es zu keinem weiteren Gespräch kam.
  • Henrick Otto Hauskonzepte: Am Anfang mein persönlicher Favorit, auch das Gespräch lief super, jedoch verbrachte der Verkäufer mehr Zeit mit Malen als mit Rechnen. Zur Perfektionierung unseres Grundrisses führten wir stundenlange Telefonate, nur das Angebot ließ auf sich warten. Als es nach langen Wochen endlich im Briefkasten lag, war die Hälfte unserer Wünsche nicht berücksichtigt. Schade.
  • Domizil Conzept: Hierzu haben wir an einer Hausbesichtigung in der Nähe von Potsdam teilgenommen und waren danach bedient. Torsten eher vom Haus, ich von der eigenwilligen Art der Verkaufsberater. Die Preise hingegen schienen interessant. Torsten weigerte sich aber, in diese Richtung weiterzudenken. Das Bauchgefühl sagte "nein".
  • Eco Systemhaus: Die norddeutsche Firma Eco ist seit 2006 neu auf dem Berlin-Brandenburger Markt und will sich ein Standbein aufbauen. Vor-Ort-Erfahrungen gab es - zum Zeitpunkt unseres Treffens im Advent 2006 - keine. Die Verkaufsberaterin war äußerst nett und ihre Plätzchen immer lecker. Aber ein paar Kleinigkeiten sprachen für uns - im Vergleich zu den anderen Firmen - gegen Eco: zum Beispiel scheinbar nicht kalkulierbare Bossen und Faschen, Aufpreise für farbigen Putz, einige Details zur Ausführung (Bau- und Leistungsbeschreibung), der weite Weg zur Bemusterung...
  • Elbe Haus: Unsere Verkaufsberaterin war eine bodenständige und ganz liebe Frau und hat mich total an meine Tante Erna erinnert. Bei ihr hatten wir ein ganz gutes Gefühl, auch der Architekt war klasse. Allerdings war Elbe-Haus auch ganz schön teuer und von dem Hersteller ihrer Wärmepumpe hatten wir noch nie gehört. Der Hauptgrund dafür, dass es zu keiner Zusammenarbeit kam, war allerdings auch hier, dass es nicht gelang, uns ein vollständiges, aussagekräftiges Kostenangebot vorzulegen.
  • Rostow: Unser Verkäufer war absolut vertrauenserweckend, sehr höflich und kompetent. Auch das Musterhaus machte uns Lust, mit Rostow zu bauen. Im Vergleich zu anderen Anbietern war Rostow aber zu teuer.
  • Argon Haus: ... Auf besonderen Wunsch der ARGON Hausbau GmbH haben wir die Schilderung unserer Erfahrungen mit dieser Firma entfernt.
  • Deko-Hausbau: Herr Demisch und seine Leute sind uns eigentlich schon beim ersten Termin ans Herz gewachsen. Ein junges Unternehmen, familiär, ehrlich, fair - so erlebten wir DEKO bis jetzt. Auch mit dem Hauspreis konnten wir handelseinig werden, so dass DEKO letztendlich unseren Zuschlag erhielt. Entscheidend war nicht nur der hohe Qualitätsstandard, sondern vor allem das gute Bauchgefühl. Mit Sicherheit trug es zu unserer Entscheidung auch bei, dass wir hier erstmals mit dem Chef persönlich, statt mit einem Verkäufer, sprachen und er uns alle Fragen direkt, umfassend und für uns verständlich beantworten konnte. Liebe Demisch´s und Kosok´s, liebe Frau Doß, viele Grüße an Sie alle! Wir freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit!

Andere Firmen kamen für uns aufgrund ihrer Bauweise (Fertigteil), ihrer Beschränkung auf Typenhäusern oder aber ihren negativen Kritiken im Internet nicht in Frage.

 

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